Christian Schwarz-Schilling


Christian Schwarz-Schilling wurde 1930 in Innsbruck geboren und wuchs in Potsdam auf, wo der Vater als Komponist tätig war. Sein Studium der Ostasiatischen Kultur- und Sprachwissenschaften und Geschichte schloss er 1956 mit dem Doktortitel an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ab. Es folgte eine Banklehre. Anschließend war er 25 Jahre als geschäftsführender Gesellschafter der Akkumulatorenfabrik Sonnenschein in Büdingen und Berlin tätig.

 

1960 schloss er sich der CDU an, wurde 1966 Mitglied des Hessischen Landtages und zehn Jahre später Mitglied des Deutschen Bundestages (1976-2002), dabei war er Vorsitzender der Enquête-Kommission für Informations- und Kommunikationstechnologie. Von 1982 bis 1992 war er Bundesminister für Post und Telekommunikation.

 


Nach seinem Rücktritt als Minister wirkte er als Bundestagsabgeordneter vor allem in der Wirtschafts- und Medienpolitik. Ein wichtiger politischer Schwerpunkt lag in den Folgejahren im Bereich Konfliktschlichtung, Friedensschaffung und Einhaltung der Menschenrechte. 1995–1998 war er Vorsitzender des Unterausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe im Bundestag.


1995 wurde er von der Internationalen Gemeinschaft zum Streitschlichter in Bosnien-Herzegowina berufen, was 2005 noch auf den Kosovo, Mazedonien und Südserbien ausgedehnt wurde.


Um seiner Lebensarbeit für Frieden und Entwicklung in der Welt auch jenseits dieser Ämter einen Rahmen zu geben, gründete er 2003 die Schwarz-Schilling-Stiftung.

 

2006 berief die Internationale Gemeinschaft ihn wieder auf den Balkan, diesmal ausgestattet mit höchsten Vollmachten als Hoher Repräsentant der Internationalen Gemeinschaft und Sonderbeauftragter der EU in Bosnien-Herzegowina.

 

Nach dem Ablauf dieses Mandats im Sommer 2007 blieb Christian Schwarz-Schilling weiter dem Balkan verbunden. Er gibt dort derzeit sein Wissen als Professor an der Universität Sarajewo, School of Science and Technology, an die junge Generation weiter. Als Ehrenpräsident des „CSS Project for Integrative Mediation“ unterstützt er weiterhin Mediationsprozesse auf dem Balkan.

 

Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt der Stifter 1992 das große Bundesverdienstkreuz mit Stern sowie 2007 den Hessischen Friedenspreis. Er ist Empfänger des "Light of Truth Awards 2012", überreicht im Jahre 2013 von Seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama.